Fluchtwährung ade? Mit ihrer ausgesucht dummen Entscheidung, den Wechselkurs des Schweizer Franken an den EURO zu binden, dürfte die Schweizer Nationalbank der Schweiz am Ende einen Bärendienst erwiesen haben. Wieder einmal wird der Wert einer Währung künstlich manipuliert – in diesem Falle sogar bewusst verschlechtert. Das unterminiert weiter das Vertrauen der Menschen in die Politik, die Notenbanken und das Weltfinanzsystem im Ganzen. Wenn Die Schweizer Nationalbank an diesem selbstmörderischen Kurs festhält, wird das bedeuten, das auch der Schweizer Franken zusammen mit dem Euro untergehen wird. Ja, wir halten ein Überleben des Euro in seiner jetzigen Gestalt für extrem unwahrscheinlich und rechnen innerhalb der Monate bis Jahre mit einer Aufspaltung der Eurozone. EInen Schutz gegen die fortschreitende Inflation in der Eurozone bietet der Schweizer Franken als Fluchtwährung jetzt nicht mehr – er verliert jetzt seinen Wert gleichmässig mit dem Euro, fixiert beim Wechselkurs von 1,20 CHF/1 EUR.
Kann die SNB den Schweizer Franken dauerhaft an den Euro binden?
Ob die zwangsweise Bindung des Schweizer Frankens an den Euro in dieser Form auf Dauer durchgehalten werden kann, muss die Zukunft zeigen. Es hängt auch davon ab, wieviel selbstmörderische Energie die Verantwortlichen in der Schweizer Nationalbank bei der Verteidigung dieses Wechselkurses aufbringen. im Extremfall können natürlich auch in der Schweiz die Druckerpressen angeworfen werden und zur Not eben soviele Schweizer Franken aus dem Nichts erzeugt werden, wie benötigt wird, um den Kurs gegenüber dem schwindsüchtigen Euro auf dem jetzigen Stand zu halten. Im Extremfall wäre sogar die Einführung von Negativzinsen denkbar, um den weiteren Zustrom in den Schweizer Franken als Fluchtwährung zu verhindern.
Feststeht nur eins: Die Schweiz kann man nach dieser idiotischen Entscheidung nicht mehr als sicheren Hafen betrachten. Das Land hat dem Druck der Eu und der einheimischen Exportindustrie nachgegeben und ist dabei, sich selbst als Finanzplatz zu demontieren. Erst die schrittweise Aufweichung des Bankggeheimnisses und das EInknicken gegenüber den USA und jetzt gegenüber der EU und dann die Bindung des ehemals harten Schweizer Frankens an die dem Untergang geweihte Weichwährung Euro – das zerstört auf Dauer die Grundfesten der Schweiz als Finanzplatz. Als Fluchtwährung wird der Schweizer Franken damit uninteressant
Ist ein Konto in der Schweiz mit dem Schweizer Franken als Fluchtwährung noch sinnvoll?
Nach den neusten Entwicklungen würden wir nicht mehr zu einer Kontoeröffnung in der Schweiz raten. Jedenfalls nicht mehr, wenn die Motivation dazu irgendetwas mit Bankgeheimnis oder Vermögensschutz zu tun haben sollte. Die Schweiz, das muss man ganz klar sagen, ist kein sicherer Hafen mehr. Als Fluchtwährung wird der Schweizer Franken massiv an Bedeutung verlieren. Sie mag noch interessant sein als Verwahrungsort von Edelmetallen in den Schliessfächern von Schweizer Banken, aber auch da würden wir zur Vorsicht raten. Die Schweizer Notenbanker und die politische und wirtschaftliche ELite des Landes sind offenbar dabei, vor den EU-Funktionären in Brüssel zu kapitulieren.
Fluchtwährung: Welche Alternativen gibt es zur Schweiz als sicherem Hafen?
Zunächst einmal sind immer noch Gold und Silber die sicherste Fluchtwährung, wenn es um die Bewahrung von Werten geht. Wir würden dazu raten, auch einen Teil in beiden unbekannteren Edelmetalle Platin und Palladium zu investieren. Wenn Sie Edelmetalle nicht zu Hause verwahren wollen, können Sie auf Anbieter wie GoldMoney zurückgreifen. GoldMoney ermöglicht den sicheren Kauf und Verkauf von Gold, Silber, Platin und Palladium sowie die sichere Lagerung der Edelmetalle in Tresoren in Hongkong, Zürich und London.
Welche alternative Fluchtwährung ausserhalb von Edelmetallen gibt es noch?
Regen Zuspruch bei deutschen Anlegern finden zur Zeit die skandinavischen Länder. Besonders die Norwegische Krone könnte den Schweizer Franken zu einem gewissen Grad als Fluchtwährung ersetzen. Aber auch die Nachfrage nach schwedischen Kronen ist sprunghaft angestiegen. Beide Länder geniessen eine hohe Bonität, wobei aus unserer Sicht die norwegische Krone klar zu bevorzugen wäre, weil Norwegen über grosse Erdölvorkommen verfügt, die die Bonität des Landes bis auf weiteres sichern. Ebenfalls positiv: Bis auf weiteres gibt es seitens der norwegischen Notenbank nicht die Absicht, dem Schweizer Vorbild zu folgen und die Wechselkurse irgendwie zu manipulieren. Allerdings ist der norwegische Währungsraum auf Dauer zu klein, um die Massen an herumschwirrenden Kapital in den Todeswährungen Euro und Dollar aufzunehmen. Wie die Schweiz ist auch der sichere Hafen Norwegen schlicht nicht gross genug. Das gleiche gilt auch für Schweden.
Wie in norwegische Kronen als Fluchtwährung investieren?
Wie in norwegische Kronen investieren? Nun, wer es ganz konservativ mag, kann sich natürlich Euros gegen norwegisches Bargeld eintauschen lassen. Sinnvoll ist das wohl weniger. Eine sichere ALternative wäre ein Wertpapierdepot bei einer Bank – bevorzugt ausserhalb der EU – dazu zu nutzen, norwegische Staatsanleihen mit nicht zu langer Laufzeit zu kaufen. Generell ist es am einfachsten, von den Währungen anderer Länder durch den KAuf von entsprechenden Staatsanleihen zu profitieren. Eine weitere Alternative wäre die Eröffnung eines Fremdwährungskontos in norwegischen Kronen oder eine Kontoeröffnung in Norwegen selbst bei einer norwegischen Bank.
Alternative Fluchtwährung in Asien: Der Singapur-Dollar
Ein weiteres Land mit guter Bonität und einer soliden Währung ist der Stadtstaat Singapur in Südostasien. Dort finden Sie ein hervorragend geführtes Land mit einem hohen Lebensstandard und einem verglichen mit der Schweiz immer noch überragendem Bankgeheimnis vor. Eine Kontoeröffnung in Singapur ist weit weniger geheimnisumwittert als in Norwegen. Das Singapurer Bankenwesen ist für seine Professionalität, Seriosität und guten Service bekannt.
Wer kein Bankkonto in Singapur eröffnen möchte, kann sich als Alternative auch auf Singapurer Staatsanleihen verlegen. Wir raten auf jeden Fall zu einer Kontoeröffnung in Singapur, solange das noch halbwegs unkompliziert möglich ist und wir über Verbindungen verfügen, die eine Kontoeröffnung in Singapur auch ohne Anreise ermöglichen können.
Tagged with: Hongkong Dollar • Schweizer Franken • Singapur Dollar • Währungen
Filed under: Allgemein • Auslandskoto • Finanzkrise
Like this post? Subscribe to my RSS feed and get loads more!






Trackbacks/Pingbacks